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Halligen

Einzigartiger Lebensraum im Wattenmeer

Als Lebensgrundlage für Natur und Mensch sind die Nordfriesischen Halligen einmalig auf der Welt. Der Aufwand zur Erhaltung ist hoch, doch die Halligen erfüllen eine wichtige Aufgabe für den gesamten Küstenraum. Als Wellenbrecher beruhigen sie die See und stabilisieren die Wattflächen. Damit übernehmen sie eine bedeutende Schutzfunktion für die Festlandsdeiche.

Das Leben auf den Halligen

Lange Zeit waren Fischerei und Landwirtschaft einziger Lebensunterhalt. Als weitere Erwerbsquelle kam im späten Mittelalter die Salzgewinnung hinzu. Ersten Wohlstand brachten die Männer als Seefahrer und Walfänger auf die Halligen. Doch mit dem Niedergang der Handelsschifffahrt wanderten viele Halligleute aus. Erst die Arbeitsplätze im staatlichen Küstenschutz im 20. Jahrhundert gaben wieder Existenzsicherheit.

Nach den schweren Sturmfluten 1953 und 1962 wurden Warften verstärkt und neue, sichere Gebäude errichtet sowie der Anschluss an die öffentliche Wasser- und Stromversorgung hergestellt.

Der Tourismus entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor: Das ehemals abgeschiedene Land im Meer ist ein beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel geworden.

Biosphärenregion Halligen

Das Wattenmeer an der Westküste Schleswig-Holsteins ist von der UNESCO zum „Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen“ ernannt worden. Biosphärenreservate sind wertvolle Kultur- und Naturlandschaften, in denen der Mensch im Einklang mit der Natur lebt und nachhaltig wirtschaftet. Die regionale Identität spielt dabei eine wesentliche Rolle. In Deutschland gibt es 14 Biosphärenreservate, weltweit sind es mehr als 480 in über 100 Staaten. Das seit 1990 bestehende Biosphärenreservat hat sich 2005 erheblich verändert: Es wurde an die Grenzen des 1999 novellierten und vergrößerten Nationalparks angepasst und um eine sogenannte Entwicklungszone erweitert, die die Halligen Langeneß, Oland, Gröde, Hooge und Nordstrandischmoor bilden. Insgesamt handelt es sich jetzt um 4.431 Quadratkilometer Biosphäre mit drei Zonnen: Die Kernzone des Biosphärenreservates ist 1.570 Quadratkilometer groß und stimmt mit der Zone 1 des Nationalparkes überein, in der die Natur an erster Stelle steht. Eine 2.840 Quadratkilometer große Pufferzone, die der Zone 2 des Nationalparkes entspricht, lässt eine eingeschränkte wirtschaftliche Nutzung im Sinne des Nationalparkgesetzes zu. Die neu festgelegte Entwicklungszone umfasst die Halligen Langeneß, Oland, Gröde, Nordstrandischmoor und Hooge und ist 21 Quadratkilometer groß. Hier wird nachhaltig gewirtschaftet. In einem beispielhaften Prozess haben sich Halligleute ihre Idee, Entwicklungszone werden zu wollen, mit tatkräftiger Unterstützung engagierter MitarbeiterInnen aus den zuständigen Verwaltungen und Fachbehörden in die Tat umgesetzt. Der Verein „Halliggemeinschaft Biosphäre“ und seine geschäftsführende Arbeitsgruppe mit VertreterInnen der Halligen, des Amtes Pellworm, der Insel- und Halligkonferenz und des Nationalparkamtes regen Projekte und Arbeiten in der Entwicklungszone an. Eine Kooperationsvereinbarung legt die einvernehmliche Zusammenarbeit zwischen der Halliggemeinschaft und dem Nationalparkamt in seiner Funktion als Biosphärenverwaltung fest. Das Amt Pellworm als zuständige Verwaltung der Halligen hat darüber hinaus eine Geschäftsstelle für die Halligen eingerichtet, die für den Informationsaustausch und die Koordination der Biosphären-Angelegenheiten sorgt.


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